Planungsabschnitt 7 von Elm (L 114) bis inkl. Autobahnkreuz Kehdingen A 20 / A 26 bei Drochtersen
Elm bis Autobahnkreuz Kehdingen
Planungsstand

Das Planfeststellungsverfahren wurde am 24. August 2017 eingeleitet. Die Auslegung der Planungsunterlagen zur Beteiligung der Öffentlichkeit ist für 2024 geplant. Für 2024 wird der Planfeststellungbeschluss erwartet.

Technische Angaben

  • Länge: 18,6 km
  • Eine Anschlussstelle südlich von Burweg an die B 73
  • Ein Parkplatz mit PWC-Anlage (unbewirtschaftete Park- und Rastanlage mit WC-Gebäude) mit 90 Stellplätzen für Lkw und 30 Stellplätzen für Pkw je Fahrtrichtung
  • Insgesamt 21 Brückenbauwerke, sowohl für die A 20 als auch für querende Straßen und Wege sowie Faunapassagen (Grünbrücken)
  • Prognostizierte Verkehrsentwicklung im Jahr 2030:
    ca. 39.000 Fahrzeuge/ 24 h südlich der AS B 73,
    ca. 44.000 Fahrzeuge/ 24 h nördlich der AS B 73
Streckenverlauf

Der 18,6 km lange Abschnitt schließt östlich am sechsten Abschnitt der A 20 an. Nördlich der Ortschaft Oldendorf entsteht beiderseits der Autobahn eine PWC-Anlage. Südlich der Ortschaft Burweg wird die B 73 über die Autobahn geführt und durch eine Anschlussstelle verbunden. Die Siedlung Hammahermoor wird nördlich umfahren und die K 62 über die A 20 geführt. Weiter östlich verläuft die Autobahn zwischen den beiden Flora-Fauna-Habitat-(Teil-)Gebieten „Willes Heide“ und „Wasserkruger Moor“. Eine Grünbrücke stellt hier die Vernetzung sicher.  Der siebte Abschnitt endet nach dem Überführungsbauwerk des Landernweges am Autobahnkreuz A 20/ A 26 (Kreuz Kehdingen). 

Baugrund

Der im Boden anstehende Torf macht es erforderlich, den Baugrund durch ein sogenanntes Vorbelastungsverfahren vorzubereiten. Hierbei handelt es sich um Sandaufschüttungen. Dies dient einer Entwässerung und Setzung des Bodens. Das dabei austretende Wasser ist oft eisenhaltig und wird daher in separaten Entwässerungsgräben aufgefangen sowie aufbereitet (sog. Ausfällen des Eisenanteils), bevor es in das bestehende Entwässerungssystem geleitet wird. Erst wenn die Bodensetzungen abgeschlossen sind, kann mit dem eigentlichen Straßenbau begonnen werden. 

Besonderheiten des Abschnitts

Der Abschnitt ist überwiegend von landwirtschaftlicher Nutzung geprägt. Das macht ihn vor allem attraktiv für Wiesenvögel. Aufgrund der hohen Artenanzahl und der teilweise vorhandenen gefährdeten Arten sind umfangreiche Ausgleichsflächen vorzubereiten und z. B. Grünbrücken herzustellen. Schon jetzt konnte beispielsweise eine große Maßnahmenfläche für den Kiebitz im Wischhafener Sand verortet werden. Indem die landwirtschaftlichen Flächen extensiver genutzt werden, kann zudem den Belangen des Natur- und Artenschutzes stärker entsprochen werden.

Insgesamt würden für diesen Abschnitt 21 Brückenbauwerke entstehen, sowohl für die A 20 als auch für querende Straßen und Wege sowie Faunapassagen (Grünbrücken). Auf diese Weise würden sowohl die Verkehrsdurchlässigkeit und die Biotopvernetzung sichergestellt.

Zusätzlich wird beidseitig durch einen Parkplatz mit PWC-Anlage insbesondere die Stellplatzsituation für die Lkw-Fahrer verbessert.

Autobahnkreuz Kehdingen
Planungsstand

Das Planfeststellungsverfahren wurde am 24. August 2017 eingeleitet. Für Ende 2024 wird der Planfeststellungsbeschluss erwartet. 

Technische Angaben

  • Länge: A 20: 1.554 m, A 26: 2.200 m, Zubringer K 27: 1.042 m, Zubringer L 111: 3.095 m
  • Eine Anschlussstelle „Drochtersen“ mit Zubringern zur K 27 (perspektivisch B 495) und L 111
  • Insgesamt 6 Brückenbauwerke über Straßen, Wege und Gewässer
  • Prognostizierte Verkehrsentwicklung im Jahr 2030:
    ca. 41.000 Fahrzeuge/ 24 h auf der A 20 nordöstlich AK,
    ca. 46.000 Fahrzeuge/ 24 h auf der A 20 südwestlich AK,
    ca. 33.000 Fahrzeuge/ 24 h auf der A 26 südöstlich AK,
    ca. 21.000 Fahrzeuge/ 24 h auf der A 26 nordwestlich AK
Streckenverlauf

Das Autobahnkreuz soll in Form eines vierarmigen Kleeblatts ausgeführt werden und verbindet im Südwesten den Abschnitt 7 mit dem neuen Elbtunnel (Abschnitt 8) im Nordosten. Im Nordwesten entsteht eine Anschlussstelle für die Ortschaft Drochtersen sowie eine Anbindung an die K 27. Südöstlich wird die A 26 mit ihrem 5. Bauabschnitt angebunden. 

Baugrund

Im Untergrund stehen Torf, Klei und Wattablagerungen an. Diese machen es erforderlich, den Baugrund durch ein sogenanntes Vorbelastungsverfahren vorzubereiten. Hierbei handelt es sich um Sandaufschüttungen.

Dies dient einer Entwässerung und Setzung des Bodens. Das dabei austretende Wasser ist oft eisenhaltig und wird daher in separaten Entwässerungsgräben aufgefangen sowie aufbereitet (sog. Ausfällen des Eisenanteils), bevor es in das bestehende Entwässerungssystem geleitet wird. Erst wenn die Bodensetzungen abgeschlossen sind, kann mit dem eigentlichen Straßenbau begonnen werden. 

Besonderheiten des Abschnitts

Der Abschnitt ist überwiegend von landwirtschaftlicher Nutzung geprägt, der durch viele Wiesen und Felder verläuft. Das ist ein Eldorado für Wiesenvögel, die hier gerne leben. Daher könnte der Bau der Autobahn, der spätere Betrieb und der Unterhalt den Naturhaushalt und das Landschaftsbild negativ beeinträchtigen. Das will die Autobahn GmbH  möglichst vermeiden. Zusätzlich müssen Ausgleichsmaßnahmen geplant werden, falls es nicht anders geht. 

Im Bundesverkehrswegeplan 2030 steht auch, dass es eine neue Straßenverbindung zwischen der geplanten Ortsumgehung Cadenberge und dem Kreuz Kehdingen bei Drochtersen geben soll. Die soll die bisherige Bundesstraße 73 ersetzen und stellt eine Alternative zur bisherigen B 73 zwischen Cadenberge und Himmelpforten dar. Sie wird die Verkehre vom Kreuz Kehdingen in Richtung Nordwesten aufnehmen und mittelfristig die K 12 und K 27 entlasten.  

Weitere Abschnitte in Planung / in Bau
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