Planungsabschnitt 7 von Glückstadt (B 431) bis Autobahnkreuz Steinburg A 20 / A 23
Planungsstand

Seit dem 02. Februar 2026 liegt für den Bauabschnitt 7 in Schleswig-Holstein der Planfeststellungsbeschluss vor. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein im Genehmigungsverfahren erreicht und das Baurecht erteilt.

Ursprünglich wurde das Planfeststellungsverfahren für den Bauabschnitt 7 in Schleswig-Holstein im November 2007 eingeleitet. In der Folge gab es drei Planänderungen, wobei die Öffentlichkeit jeweils beteiligt wurde.

Mit dem nun vorliegenden Planfeststellungsbeschluss kann der Baustart zeitnah vorbereitet und umgesetzt werden.

Technische Angaben

  • Strecke: ca. 15,3 km, vier Fahrstreifen
  • Verkehrsbelastung: rund 31.000 Kfz/24 h
  • Anschlüsse: AS Glückstadt (B 431), AS Krempe (L 118), AK Steinburg (A 20/A 23)
  • Sonstige Anlagen: beidseitig unbewirtschaftete Rastanlage, Parkplatz mit WC (PWC)
  • Bauwerke: fünf Überführungsbauwerke, 18 Unterführungsbauwerke
Streckenverlauf

Der 15,3 km lange Abschnitt liegt östlich des Elbtunnelabschnitts in Schleswig-Holstein und westlich des sechsten Abschnitts der A 20, der an Bokel vorbeiführt. Zwischen Glückstadt und Kollmar wird die B 431 durch eine Anschlussstelle an die A 20 angebunden.

Zwischen Engelbrechtsche Wildnis und Gehlensiel entsteht beidseits der Autobahn eine PWC-Anlage. Die Anschlussstelle Krempe liegt südöstlich der gleichnamigen Stadt an der L 118. Bei Hohenfelde wird die A 20 mit der A 23 am neuen Autobahnkreuz Steinburg verknüpft. Unmittelbar danach beginnt der Abschnitt 6 SH. 

Baugrund

Der Bauabschnitt 7 SH liegt in der Marsch. Die Elbmarschböden zeichnen sich durch eine hohe Feuchtigkeit aus. Um den Untergrund zu stabilisieren, muss er verfestigt werden. Das geschieht durch das so genannte Überschüttverfahren. Dabei wird Sand auf die zukünftige Trasse aufgebracht und der Boden beschwert. Das Wasser im Boden wird so aus dem Boden herausgepresst, dann gereinigt und wieder in den Wasserkreislauf eingebracht.  

Besonderheiten des Abschnitts

Bei den Planänderungen wurde berücksichtigt, dass alle Bauvorschriften eingehalten werden. Es wurden spezielle Maßnahmen getroffen, um den Schutz der Tierwelt zu gewährleisten. Bauwerke, die Auswirkungen auf die Tierwelt haben könnten, wurden mit Hilfe von Experten an die aktuellen Standards angepasst.

Konflikte mit dem Seeadler wurden durch Artenschutzmaßnahmen vermieden. Auch Eulenvögel wurden in einem vier Kilometer langen Korridor erfasst und entsprechende Schutzmaßnahmen wurden in die Planung integriert. Die Ergebnisse der Verkehrsprognose 2030 wurden bei der Planung von Schallschutz- und Luftreinigungsmaßnahmen berücksichtigt.  

Weitere Abschnitte in Planung / in Bau
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